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Wir kommen alle nicht in den Himmel :(

Wenn's um's Thema Politik geht, oder um Gesellschaftliche Themen, bist Du in diesem Forum richtig...

Beitragvon Hilarious » 04.12.2009 02:09

@SMN:
WOW
das unterschreibe ich !
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Beitragvon Mike-Duisburg » 04.12.2009 08:43

naja ...

für mich sind und bleiben das in vielen Fällen einfach nur LÜGEN

wie auch immer das der/die eine oder andere interpretieren mag !

Das Abstreiten der wissenschaftlich nachgewiesenen Evolution,
die "unbefleckte Empfängnis"
um nur 2 markante Beispiele zu nenen.

@ Hillarious : Texte KANN man z.T. interpretieren .. sicher ...
aber ... um mal anstatt der Bibel den Talmut zu nehmen

im neuen Talmut (bewilligt und für richtig befunden) steht unter anderem:
"Wer die Scharen der Nichtjuden sieht, spreche: Beschämt ist Eure Mutter, zu Schande, die euch geboren hat."

"Jener Mann [gemeint ist Jesus] ist ein Hurenkind von einem verheirateten und hurenden Weibe geboren."

"Ihr aber [gemeint sind die Juden] seid meine Schafe..., Menschen seid ihr. D.h. ihr heisst Menschen, die [weltlichen] Völker [aber] nicht Menschen."

"Der Samen der Nichtjuden ist ein Viehsamen."

"Es wird bezüglich des Raubes gelehrt: Diebstahl, Raub und Raub einer schönen Frau und desgleichen ist einem Nichtjuden gegenüber einem Nichjuden und einem Nichtjuden gegenüber einem Israeliten verboten, und einem Israeliten gegenüber einem Nichtjuden erlaubt. Das Blutvergiessen ist einem Nichtjuden gegenüber einem Nichtjuden und einem Nichtjuden gegenüber einem Israeliten verboten und einem Israeliten gegenüber einem Nichtjuden erlaubt."

"Der Beischlaf der Fremden [Nichtjuden] ist wie Beischlaf der Tiere."

em .... was gibt es DA noch zu interpretieren ?? >:-(
DAS z.B. ist nicht nehr nur Lügen & Co.,
das ist BLANKER RASISMUSS !! Und sowas steht in Religionsbüchern / Biebeln usw. *nein*
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Beitragvon Hilarious » 04.12.2009 13:54

Der Talmud besteht im Wesentlichen aus zum großen Teil mündlich überlieferten Geschichten und wurde sann in Hebräisch und vor allem Aramäisch geschrieben.
Wie in allen Sprachen, gibt es auch hier ungenaue und sinnverfremdende Übersetzungen.

Zitate, so wie deine Beispiele, wurden oft aus dem Zusammenhang gerissen, häufig mit dem Hintergedanken, das Judentum bewusst in Misskredit zu bringen. Außerdem werden genau solche Thesen von den Rabbinern der verschiedenen Schulen ganz bewusst verwendet um sie dann in Diskussionen zu widerlegen. Das zu erwähnen wird leider oft vergessen.
Versteh mich net falsch, ich will hier nicht missionieren. Mir gehen solche Zitate genauso gegen den Strich wie die Sprüche dieser katholischen „Gelehrten“, sie machen mich sogar verdammt wütend.
Ich halte es dann doch lieber mit Cicero und Hoffmann von Fallersleben:
Liberae sunt nostrae cogitations – Die Gedanken sind frei - und mein Glaube muss es auch sein. Ich lasse mich nicht einengen oder verängstigen und schon gar nicht lasse ich mir von irgendwelchen senilen Greisen drohen!
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Beitragvon esox » 07.12.2009 20:21

"Die Bibel enthält insgesamt sechs Ermahnungen an Homosexuelle und 362 Ermahnungen an Heterosexuelle. Theologen und andere Wissenschaftler gehen trotzdem davon aus, dass Gott die Heterosexuellen nicht weniger liebt. Sie müssen nur strenger beaufsichtigt werden."



Bin ich grad zufällig darauf gestoßen und fands lustig. Ist finde ich ein guter Abschluss. *lach*

Quelle: http://www.stupidedia.org/stupi/Homo
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Beitragvon Veracity » 07.12.2009 20:52

Auch ganz passend:

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Michael Non, je ne regrette rien

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Beitragvon Hilarious » 07.12.2009 22:40

Theologen und andere Wissenschaftler gehen trotzdem davon aus, dass Gott die Heterosexuellen nicht weniger liebt.


Homosexuelle haben eben schon den Himmel auf Erden *rofl*
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Beitragvon Saider » 07.12.2009 23:40

naja wie war das... Gott schuff den Menschen als Ebenbild von sich selbst... heißt also Gott ist sowohl eine Hete, ein Homo eine Frau, ein Mann...

würde also im Endeffekt bedeuten dass, Wenn man den Lehren jener "gelehrten" folgt... Gott sich selbst Hasst und liebt...
seeeeeehr Konfus wenn ihr mich fragt
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Jan I gotta feeling!!!!

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Beitragvon Hilarious » 07.12.2009 23:54

Gott ist ungeschlechtlich, Gott = Macht

wenn jetzt ein Mensch mit seinen zweidimensionalen Gedanken daher kommt, wirds kompliziert, naiv, was auch immer, aber garantiert falsch. Man kann philosophophieren, aber man kann "Es" nicht wirklich verstehen.
Nach meiner Meinung missbrauchen Menschen ihre angeblichen Erkenntnisse, um selber Macht zu besitzen und Druck ausüben zu können.

ich denke, ich bleibe wie ich bin, ich tu niemandem etwas, ich halte mich an unsere Gesetze, ich versuche anderen zu helfen. Damit bin ich ganz sicher kein schlechter Mensch, vielleicht sogar ein guter Christ, aber ich lasse mich nicht von einer Konfession fesseln.
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Beitragvon kaysi » 08.12.2009 09:13

Das lustigste an der ganzen sache, finde ich zumindestens ist, dass diese stelle im orignal überhaupt Homosexualität heisst sondern als Vergewaltigung oder Sodomie übersetzt wird. In der original Luther wie auch Zwingli Bibel steht im neuen Testament nichts über Homosexualität, Jesus hat ja auch nichts darüber gesagt und Paulus lebte 200 Jahre später.

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Häufiges kommt öfters vor als seltenes - Dr. E. von Hirschhausen

Solange man nicht über etwas lachen kann, kann man es auch nicht ernst nehmen

I´m the Doctor, I´m a Timelord, I´ from the Planet Gallifrey in the constellation of Kasterborous, I´m 903 years old and I´m gonna save your life and the life of the 6 billion people on the planet. You gotta problem with that??? - Voyage of the Damned
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Beitragvon Hilarious » 08.12.2009 10:11

Das lustigste an der ganzen sache, finde ich zumindestens ist, dass diese stelle im orignal überhaupt Homosexualität heisst sondern als Vergewaltigung oder Sodomie übersetzt wird.

Nun ja, lustig? Wenn man bedenkt, wieviel Unheil schon angerichtet wurde, nur weil die jeweils (kirchlichen) Mächtigen glaubten, sie hätten die einzig wahre Erkenntnis gewonnen...
Wer sich etwas mehr interessiert, der kann sich ja mal hier durchkämpfen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bibel%C3%BCbersetzung
oder sich hier Beispiele direkter Textvergleiche ansehen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bibel%C3%BCbersetzung#Textvergleich_deutschsprachiger_Bibelausgaben

Da kommt doch eine Ahnung auf, wie viele "Wahrheiten" es gibt.
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Beitragvon kaysi » 08.12.2009 13:13

[quote="Hilarious"
Nun ja, lustig? Wenn man bedenkt, wieviel Unheil schon angerichtet wurde, nur weil die jeweils (kirchlichen) Mächtigen glaubten, sie hätten die einzig wahre Erkenntnis gewonnen...
[/quote]

Ich meinte lustig im sinne von, dasss die katholische kirche immer so argumentiert aber das original das ja zählt das gar nicht sagt.

Der Bayrischer Kabaretist Helmut Schleich sagte einmal wärend er den Papst nachmachte als Ratzinger folgendes: "Wissen sie der wille gottes ist in einer solch großen organisation wie der katholischen Kirche auch nur eine einzelmeinung"

http://www.youtube.com/watch?v=TZfk_1-0P8g

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Beitragvon Hilarious » 08.12.2009 17:47

@kaysi:
Neues aus der Anstalt. Einfach genial *rofl*
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Beitragvon Rhiannon » 22.01.2010 23:09

hallo :-)
*freu* mein erster Beitrag hier..... :D
Interessantes Thema, wirklich.
Ich finde, dass gerade die kath. Kirche viele Dinge zu eng sieht, überhaupt haben die's nicht so mit Gleichberechtigung^^ Sonst dürfte ich Priesterin werden. Und ich habe noch keinen Pfarrer gefunden der das angemessen begründen konnte.
Und zur Homosexualität etc: Ich denke auch, dass man die Bibel da nicht so wörtlich nehmen darf, sonst müsste ich ja quasi ins Kloster eintreten (nach dem Motto "lasst alles hinter euch und folget mir")
Es wird immer gepredigt, dass Gott alle Menschen lieb hat. Warum sollte er dann Heteros mehr lieben als Homos?
Außerdem ist die Bibel genauso wie jede andere religiöse Schrift immer im geschichtlichen Kontext entstanden (weshalb man in den Pentateuch auch bestimmte Speisen nicht essen darf, die heute kein Problem darstellen)

Ich bin mal gespannt, habe vor mich in nächster Zeit (=1-2 Monate?^^)mal als bi zu outen, auch in der Kirche (bei meinen Messdiener-Freunden :-) ), mal sehn wie sie darauf reagieren... aber ich glaube INNERHALB der Gemeinde sind sie toleranter, es gibt im Ort auch offen Schwulen, der bei fast allen beliebt ist... :-)

Zum Thema "Glauben" (bisschen OT, aber um es mal den Atheisten hier wenigstens ein bisschen verständlicher zu machen (will hier nicht missionieren ;-) ):
Es ist ja egtl klar, dass man nicht wissen kann ob es Gott gibt oder nicht. Und wenn ich mit der Vorstellung, dass da (wenigstens^^) 1 Person existiert die mich bedingungslos liebt (Vorstellung vom lieben Gott^^), besser leben kann, mich einfach freier fühle, dann ist es für mich doch das beste daran zu glauben... ;-D
Kann man jetzt nicht als pauschalen Glauben darstellen, aber es ist zumindest 1 Weg^^

LG Rhiannon
*Carpe noctem*
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Beitragvon Mike73 » 23.01.2010 21:22

Da ich mit Theologie und Kirche zu tun habe, möchte ich versuchen einen Beitrag zu leisten.
Ich habe mir die geposteten Stellungnahmen durchgelesen. Da ist sehr, sehr vieles, was durchaus richtig ist.
Leider gelingt es nicht sehr häufig, dass die Kirche es schafft, in der breiten Öffentlichkeit positiv zu erscheinen. Kirchlich sollte unbedingt aufgepasst werden, wie bestimmte Angelegenheiten öffentlich thematisiert werden und vor allem, welcher kirchliche Würdenträger sich in der breiten Öffentlichkeit zu Wort meldet. Da gibt es nämlich ganz gewaltige Unterschiede in der Auffassung. Dies betrifft nicht nur die Homosexualität, es sind auch andere Angelegenheiten. Es ist höchst gefährlich, wenn die Medien bestimmte Sachverhalte aus dem Zusammenhang reißen. Dadurch entsteht bei der Bevölkerung ein Eindruck, der sich bei näherem Hinsehen ein wenig anders darstellt.
Ich selbst habe als Schwuler noch niemals Schwierigkeiten mit der Kirche bekommen. Ganz im Gegenteil. Ich kenne zudem eine ganze Reihe schwuler Priester, die einen hervorragenden Dienst tun und die Menschen lieben und schätzen sie in nicht geringem Maß. Sie bringen einen so sympathischen, menschlichen Zug und einen frischen Wind in die Kirche, dass es einfach nur wunderbar ist.
Es ist unbedingt erforderlich, manches voneinander zu trennen. Einige Beiträge haben dies ja auch bereits getan.
Was die Bibel betrifft, da ist es durchaus so, dass zeitbedingtes dort hineingeflossen ist, was in der heutigen Zeit nicht mehr ohne weiteres nachvollzogen werden kann.
Hier ist es die Aufgabe zum einen der Theologie, also der Wissenschaft, solche „Probleme“ zu analysieren und zum anderen ist es der Auftrag der Priester in Predigt und Katechese, also in der Verkündigung, den Menschen „das Wort Gottes“ zu erschließen, damit es auch heute das Ziel erreichen kann, für das es damals aufgeschrieben wurde. Die Bibel bedarf also einer besonderen Vermittlung, um in unserem Heute die Herzen der Menschen zu erreichen. Wenn das qualifiziert getan wird, können die Menschen auch den Zugang zu biblischen Texten erhalten. Ohne diese Vermittlung ist es unheimlich schwierig, denn dann steht lediglich ein Text vor mir, der vor zweitausend Jahren und mehr eine Bedeutung gehabt hat, aber jetzt einigermaßen weltfremd erscheint, zwangsläufig erscheinen muss.
Natur- und humanwissenschaftliche Erkenntnisse, medizinische Fortschritte usw. finden in der theologisch-wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Bibel eine Berücksichtigung. Oft, sehr oft gibt es große, heftige Auseinandersetzungen zwischen Universitäten und Bischöfen, bei denen es um solche Angelegenheiten geht. Davon hört man allerdings in den Medien so gut wie nichts.
Nur ein Beispiel: Der Begriff „Homosexualität“ tritt in der gesamten Bibel überhaupt nicht auf. Warum? Weil das Denken in irgendwelchen Begrifflichkeiten und Kategorien ihren Ursprung erst im 19. Jahrhundert hat. Unsere Herangehensweise an das Thema der menschlichen Sexualität ist der Bibel unbekannt. Für die Bibel ist der Mensch ein sexuelles Wesen und deshalb spricht sie gleichfalls von zahlreichen, nach unserem Sprachgebrauch, homoerotischen Beziehungen. Dass scheint für die Bibel ganz selbstverständlich zu sein. Die Bibel ist geprägt von großer Unbefangenheit und Offenheit. Sexualität gehört für die Bibel zum Menschsein dazu wie Essen und Trinken. Eine vermeintliche Sexual- und Leibfeindlichkeit hat, wie gesagt, ihren Ursprung weitestgehend im 19. Jahrhundert.
Seitdem ist so manches plötzlich an „angeblichen“ Fragen und Problemen entstanden, was die Bibel so nicht kennt. In ihrer Anfangszeit übrigens auch die Theologie nicht! Augustinus hat im 5. Jahrhundert gesagt: „Liebe – und tu, was Du willst!“
Ich hoffe, ich bin verstanden worden.
Lasst Euch bitte nicht entmutigen. Glauben dürfen und können ist etwas Wunderbares. Der Gott, von dem die Bibel spricht, möchte nicht, dass wir uns verstellen, sondern sind, was und wer wir sind!!
Je selbstverständlicher wir mit unserer Sexualität umgehen und sie so akzeptieren, wie sie nun mal ist, desto wahrscheinlicher ist, dass zukünftig auch an oberster Stelle in der Kirche ein Umdenken erfolgt.
Das mag jetzt vielleicht naiv und blauäugig auf Euch wirken, aber ich bemerke ganz deutliche Veränderungen vor allem an der Basis der Kirche. Und das ist das Entscheidende. Deshalb sollten wir uns auch nicht von ihr distanzieren. Ich selbst habe es zumindest nicht getan, bewusst nicht getan. Die wirkliche Gemeinschaft der Kirche arbeitet und wirkt an der Basis. Und von dort, nur von dort, geht auch eine Veränderung aus. Da können wir als Homosexuelle eine ganze, ganze Menge bewirken.
Ich hoffe, ich habe Euch mit diesem Text nicht erschlagen. :-/
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