Grenzgänger - Irgendwo dazwischen
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Grenzgänger - Irgendwo dazwischen
Vor einem Jahr berichtete ich an dieser Stelle, dass mein Freund ein Buch geschrieben und veröffentlicht hat.
http://forum.gayunion.de/und-die-zeit-wird-kommen-t5728.html Der ein oder andere mag sich erinnern. Ermuntert durch Zuspruch und gute Kritiken ist nun sein neues Buch erschienen:

Klappentext:
»Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Bruderherz.« Mein Schwesterchen schüttelte mir überschwänglich meine Hand als ich gerade zur Tür herein und sie die erste Person war, die mich in meinem Elternhaus in Empfang nahm. »Nun gehst du ja auch stramm auf die Dreißig zu, was?«
Mit diesen unbedarft geäußerten Worten wurde Jan im blühenden Alter von 28 Lenzen in seine allererste Midlife-Crisis gestürzt! Denn Jan ist schwul und das Leben offenbar mit dreißig bereits vorbei. Das zumindest versuchte die vereinigte schwule Postille dem geneigten oder auch nicht geneigten Leser zu vermitteln und fand sich im Tenor einer jeden einzelnen Kontaktanzeige wieder.
Wir befinden uns Anfang der neunziger Jahre. Jans Coming-out liegt zehn Jahre zurück. Eine lange Zeit für einen Kleinstadtjungen inmitten der Provinz, so ganz ohne Szene, Privatfernsehen und lange vor dem Internet. Aber es ist obendrein die Zeit des Auf- und Umbruchs, der Grenzöffnung, Wiedervereinigung und der Veränderung auch für Jan. Doch der fühlt sich noch immer irgendwo dazwischen.
Books on Demand
Paperback
196 Seiten
ISBN 978-3-8423-6758-6
Preis: EUR 13,80
Vielleicht stößt es hier ja auf Interesse? Wer weiß ...
http://forum.gayunion.de/und-die-zeit-wird-kommen-t5728.html Der ein oder andere mag sich erinnern. Ermuntert durch Zuspruch und gute Kritiken ist nun sein neues Buch erschienen:

Klappentext:
»Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Bruderherz.« Mein Schwesterchen schüttelte mir überschwänglich meine Hand als ich gerade zur Tür herein und sie die erste Person war, die mich in meinem Elternhaus in Empfang nahm. »Nun gehst du ja auch stramm auf die Dreißig zu, was?«
Mit diesen unbedarft geäußerten Worten wurde Jan im blühenden Alter von 28 Lenzen in seine allererste Midlife-Crisis gestürzt! Denn Jan ist schwul und das Leben offenbar mit dreißig bereits vorbei. Das zumindest versuchte die vereinigte schwule Postille dem geneigten oder auch nicht geneigten Leser zu vermitteln und fand sich im Tenor einer jeden einzelnen Kontaktanzeige wieder.
Wir befinden uns Anfang der neunziger Jahre. Jans Coming-out liegt zehn Jahre zurück. Eine lange Zeit für einen Kleinstadtjungen inmitten der Provinz, so ganz ohne Szene, Privatfernsehen und lange vor dem Internet. Aber es ist obendrein die Zeit des Auf- und Umbruchs, der Grenzöffnung, Wiedervereinigung und der Veränderung auch für Jan. Doch der fühlt sich noch immer irgendwo dazwischen.
Books on Demand
Paperback
196 Seiten
ISBN 978-3-8423-6758-6
Preis: EUR 13,80
Vielleicht stößt es hier ja auf Interesse? Wer weiß ...

Re: Grenzgänger - Irgendwo dazwischen
Es hat inzwischen die ersten Leserkritiken gegeben.
Und der Tenor ist mehr als erfreulich.
Und der Tenor ist mehr als erfreulich.
5.0 von 5 Sternen Interessante Einblicke in eine aufwühlende Zeit, 16. August 2011
Von
Raphael (Jena) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Grenzgänger: Irgendwo dazwischen (Broschiert)
Grenzgänger. Dieser Name ist Programm. Das Werk beschreibt tatsächlich eine Gratwanderung zwischen Wende-Roman, Coming-Out-Drama und klassischem Road Trip. Oder besser gesagt: Train Trip.
Neben Liebesleid und Liebesfreud eines jungen Mannes, ist es vor Allem der übergeordnete historische Kontext der sich tief einprägt. Protagonist Jan ist eingebunden in eine sich überschlagende Weltgeschichte. Der abenteuerliche Trip in die noch jungen "Neuen Bundesländer", die völlig (schwulen-)szenefremde, spießbürgerliche deutsche Provinz, sowie die heutzutage längst vergessenen logistischen und kommunikativen Probleme einer Kontaktanzeige ohne Internet und Handy. Moritz beschreibt sehr detailverliebt und stets augenzwinkernd die Erlebnissen seines Protagonisten, der seine ganz eigenen Probleme hat, während um ihn herum nichts mehr so bleibt wie es einmal war.
Moritz gelingt dieser "Grenzgang" aus anspruchsvoller zeitgeschichtlicher Belletristik, Coming-Out-Erzählung und kurzweiligen, äußerst lesenswerten Einblicken sowohl in die Seele eines jungen Mannes als auch in die Seele eines Landes auf der Suche nach einer neuen Identität.
Das Werk legt ein angenehmes, niemals überforderndes Erzähltempo vor und eignet sich - trotz oder gerade wegen der homoerotischen Episoden die niemals ins Pornographische abdriften - bestens als intellektuell durchaus ansprechende Sommer- oder Herbstlektüre.
Ich kann das Buch wärmstens weiterempfehlen.
5.0 von 5 Sternen Lesenswert, 17. Juli 2011
Von
stefex - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Grenzgänger: Irgendwo dazwischen (Broschiert)
Frank Moritz beschreibt in 'Grenzgänger' den Teil eines schwulen Lebens von der Entwicklung der Sexualität bis zum Finden des Partners. Er stellt fest: Das Leben ist kein Roman, sondern eine Sammlung von Kurzgeschichten.
Moritz transportiert diese Geschichten zusammen mit seinem Erzähler Jan in den Zügen der Bundesbahn zwischen dessen Heimatstadt Goslar und Marktneukirchen im Vogtland. Auf den einzelnen Abschnitten dieser langen und abenteuerlichen Fahrt macht er so immer wieder geistige Abstecher in verschiedene Bereiche schwulen Lebens:
Die sich langsam verstärkende Erkenntnis des schwul Seins bis hin zum Coming out und den damit verbunden Problemen; die Begegnung mit dem anderen Geschlecht und dessen Verlangen; die Aufklärung und die jugendliche Triebabfuhr; der schwule Jugendwahn; die Partnersuche.
Dabei wird immer wieder die Grenze zwischen den beiden Deutschlands vor und nach dem Mauerfall überschritten. Die lange Reise endet mit der Erkenntnis, dass auch ein Schwuler den Partner nicht nur für kurze Zeit, sondern fürs Leben finden kann.
Frank Moritz schreibt in flüssig, ruhigem Stil. Obwohl seine Erzählweise nicht auf Lacher abzielt, musste ich immer wieder schmunzeln. In einem Buch über ein homosexuelles Leben kann und darf der Sex natürlich nicht fehlen. Über ihn wird in klaren, auch umgangssprachlichen Worten geschrieben, ohne dass sich der Autor in pornografischen Detailschilderungen verliert.
Ich habe das Buch in die Hand genommen und erst nach dem Lesen der letzten Seite wieder weggelegt. Es ist absolut lesenswert und kann auch heterosexuellen Menschen durchaus empfohlen werden.
Re: Grenzgänger - Irgendwo dazwischen
Hallo zusammen ...
... ein paar Wochen sind inzwischen ins Land gegangen, und sehr zur Freude
meines Freundes gab es unterdessen den ersten Zeitungsartikel mit einer -
wie ich finde - ausgesprochen positiven Buchbesprechung.
Aus der Goslarschen Zeitung vom 24. Januar 2012

... ein paar Wochen sind inzwischen ins Land gegangen, und sehr zur Freude
meines Freundes gab es unterdessen den ersten Zeitungsartikel mit einer -
wie ich finde - ausgesprochen positiven Buchbesprechung.
Aus der Goslarschen Zeitung vom 24. Januar 2012

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